Das im Februar diesen Jahres im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Klimaschutz einstimmig beschlossene Konzept der TBR zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners in 2020 sieht erstmalig auch die Bekämpfung von EPS-Raupen durch das Besprühen der Baumkronen von Eichen in besonders gefährdeten und für den Einsatz geeigneten Bereichen mit einem zugelassenen Bacillus thuringiensis (Bt) – Präparat („Foray ES“) vor.

Das nach dem Biozidrecht für den Anwendungszweck des menschlichen Gesundheitsschutzes zugelassene Bakterien-Präparat hat eine geringe Wirkungsdauer von etwa 2-3 Tagen und wirkt als Fraßgift selektiv auf freifressende Schmetterlingsraupen. Für Menschen, andere Tiere oder Pflanzen ist das eingesetzte Präparat nicht schädlich. Das Präparat wird in anderen Regionen von NRW und dem Bundesgebiet sowie z. B. auch in den benachbarten Niederlanden schon seit einigen Jahren erfolgreich gegen EPS-Raupen eingesetzt. Der Einsatz und die Anwendungsbedingungen im Kreis Steinfurt wurden konkret auch mit der Unteren Naturschutzbehörde im Vorfeld abgestimmt.

Die TBR haben eine Liste mit insgesamt etwa 1.200 Eichen zusammengestellt, die in diesem Frühjahr zum Blattaustrieb und innerhalb der ersten und zweiten Larvenentwicklungsphase der EPS-Raupen mit dem Bt-Präparat einmalig besprüht werden sollen.

Die Ausbringung des Biozides erfolgt durch einen qualifizierten Fachbetrieb mit Einsatz von Sprühgeräten aus einer Hubarbeitsbühne oder durch den Einsatz eines fahrzeuggeführten Hochdruckturbinen-Sprühgerätes („Sprühkanone“).

Die Firma wird die Sprühbehandlung der betreffenden Eichen an 2-3 Tagen, voraussichtlich ab Mittwoch, 6. Mai 2020, ausführen. Mitarbeiter der TBR werden die Firma begleiten und die Arbeiten beaufsichtigen.

Die Biozidbehandlung wird an Eichen, die in den letzten Jahren regelmäßig starken EPS-Befall aufwiesen und die sich auf besonders gefährdeten oder sensiblen städtischen/öffentlichen Flächen befinden, ausgeführt. Neben einigen Schulhöfen, Spielplätzen und sensiblen Bereichen der städtischen Park- und Grünanlagen werden auch von EPS befallene Eichen an einzelnen stark frequentierten innerörtlichen Straßen sowie an einigen besonders gefährdeten oder beeinträchtigten Wohnsiedlungsbereichen mit dem Bt-Präparat behandelt.

Die direkten Anwohner von Straßen und Anlagen, in denen Eichen mit dem Bakterienpräparat besprüht werden sollen, werden ein bis zwei Tage vorher mit einem kurzen Schreiben über die Arbeiten informiert und gebeten, sich während der Mittelausbringung nicht im Freien aufzuhalten und Fenster und Türen geschlossen zu halten. Ein direkter Kontakt mit dem Sprühnebel sollte grundsätzlich vermieden werden. Die Arbeitsbereiche werden daher auch jeweils gesperrt und abgesichert.

Wenn die Arbeiten an Eichen im Straßenraum durchgeführt werden, wird es zu kurzzeitigen Straßensperrungen und entsprechenden Behinderungen des Straßen- oder Radverkehrs kommen. Relevante Beeinträchtigungen des Straßenverkehrs sind zeitweise im Bereich der Sandkampstraße, der Bergstraße und der Brückenstraße in Elte zu erwarten. Auch der Zugang zu Bereichen von Grünanlagen, in denen Eichen besprüht werden, wird zeitlich befristet nicht möglich sein. Hierfür bitten die TBR um Verständnis.

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