Partystimmung in der Watvogel-Voliere im NaturZoo Rheine: Die Balz der Kampfläufer hat ihren Höhepunkt erreicht!

Diese ist ein besonderes Spektakel. Die Männchen haben nur zur Balzzeit schmucke Krägen ausgebildet, die ganz individuell aus weißen, braunen, schwarzen oder gar gemusterten Federn bestehen. Diese Krägen tragen sie zur Schau und stellen sich dem Vergleich mit anderen Hähnen. Alleine damit ist es aber nicht getan, um die Gunst der Kampfläuferinnen auf sich zu lenken. Die Hähne drehen sich im Kreis, recken und verrenken sich und präsentieren den Damen von ihrer besten Seite. Und die treffen dann die Wahl:  Der beste Tänzer wird zur Hochzeit ausgewählt. 

Nach der Hochzeit sucht sich das Kampfläufer-Weibchen einen Nistplatz und brütet rund drei Wochen auf bis zu vier Eiern. Für die Männer geht aber die Party weiter: Sie tanzen weiter, um vielleicht auch noch einem anderen Weibchen zu gefallen.

Vater werden ist nicht schwer, aber Vater sein – davon wollen Kampfläufer-Hähne nichts wissen! Nicht nur die Brut, auch das Führen der Jungen während der ersten Lebenstage ist alleine Sache der Mutter.

So langsam wird den Party-Hähnen aber doch die Pusteausgehen: Mitte Juni hat es sich ausgetanzt und dann wechselt man das Gefieder auch wieder einen schlichteren „Straßen-Anzug“.

Die Haltung und insbesondere die Zucht von Kampfläufern in Zoologischen Gärten ist eine Besonderheit. Im NaturZoo wird mit über 40 Tieren die größte Kolonie in Menschenobhut weltweit gehalten. Seit den frühen neunziger Jahren gelingt die Zucht hier kontinuierlich, aber doch nur dank der tierpflegerischen Erfahrung und dem großen Aufwand, der erforderlich ist, um die stressanfälligen Küken über die ersten Lebenswochen zu bringen.

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